EUV Essener Unternehmensverband - Home
 
 
VERBAND
LEISTUNGEN
REFERENZEN
PRESSE
PRESSEARCHIV
FOTOS
NEWSLETTER
NEWSLETTERARCHIV
SEMINARE
KONTAKT



Generationenstiftung - EUV Bildungscentrum der Wirtschaft Radio ECO
Sie befinden sich hier: STARTSEITE / PRESSE / 

Metallarbeitgeber warnen vor Einschränkungen bei der Zeitarbeit

24.01.2012 Herbert K. Meyer: Forderung nach unbefristeter Übernahme von Ausgebildeten fehlt „nachvollziehbare Grundlage“

Herbert K. Meyer

Düsseldorf. Die nordrhein-westfälischen Metallarbeitgeber haben der Forderung der IG Metall nach erweiterten Mitbestimmungsrechten für Betriebsräte beim Einsatz von Zeitarbeitern eine Absage erteilt. Herbert K. Meyer, Vorstandssprecher der Fachgruppe Metall/Elektro des Essener Unternehmensverbandes (EUV), warnte am heutigen Dienstag am Rande des 2. Sondierungsgesprächs in Düsseldorf davor, dieses für die betriebliche Personalpolitik so wichtige Flexibilisierungsinstrument durch überflüssige tarifpolitische Regelungen zu gefährden. „Ich kann nicht verstehen, warum die Gewerkschaft die Aufgaben der Tarif- und Betriebsparteien ohne Not vermischen will“, sagte Meyer. Die IG Metall wisse auch um die beschäftigungssichernde Bedeutung der Zeitarbeit für die Stammbelegschaften in den Betrieben. „Dieses hohe Gut sollte die Gewerkschaft nicht gefährden“, erklärte Meyer.

Auch der IG-Metall-Forderung nach einer unbefristeten Übernahme der Ausgebildeten fehle nach wie vor eine „nachvollziehbare Grundlage“. Herbert K. Meyer verwies auf eine jüngst veröffentlichte Umfrage des Landesverbandes METALL NRW, wonach in diesem Jahr 69 Prozent der Unternehmen die Zahl der Ausbildungsplätze konstant halten und 23 Prozent sogar zusätzliche Ausbildungsplätze bereitstellen wollten. „Dies ist ein Beleg für die guten Berufsperspektiven in unserer Industrie – ungeachtet einer ungewissen wirtschaftlichen Entwicklung vieler Unternehmen“, betonte Meyer. 

Angesichts der zunehmend unberechenbareren Konjunkturentwicklung haben der Verband METALL NRW und die IG Metall Nordrhein-Westfalen vereinbart, die Bundesregierung gemeinsam zu einer Verlängerung der Regelungen zum gesetzlichen Kurzarbeitergeld aufzufordern. Die Tarifparteien warnten die Politik davor, erst in einer Notsituation zu reagieren. Je schneller Betrieben und Beschäftigten in einem beginnenden Abschwung geholfen werden könne, desto größer seien die Chancen für eine erfolgreiche Bewältigung einer möglichen Krise. „Wenn die Bundesregierung dieses Thema schon jetzt regelt, sind wir im Falle eines Abschwungs sofort handlungsfähig“, erklärte Meyer.

Die erste Tarifverhandlung für die Beschäftigten der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie ist für den 14. März 2012 vereinbart worden.


 DATENSCHUTZ | SEITE DRUCKEN | SEITE VERSENDEN
© EUV Essener Unternehmensverband e.V., Rolandstraße 9, D-45128 Essen.
###INHALTSBEREICH###