„Konjunktur-Barometer“: Essener Unternehmen bewerten wirtschaftliche Lage überwiegend positiv

27.07.2017 Metall- und Elektrobetriebe machen Boden gut

Das aktuelle „Konjunktur-Barometer Ruhrgebiet“ der Arbeitsgemeinschaft „arbeitgeber ruhr“ zeigt eine deutlich positive Stimmung bei Essener Unternehmen sowie Unternehmen in der Ruhrregion. Die aktuelle Geschäftslage wird von den befragten Betrieben als befriedigend oder gleichbleibend gut eingeschätzt. Wirtschaftlich geht es 75 Prozent der Unternehmen besser als im vergangenen Jahr. Auch die erzielten Umsätze werden, mit wenigen Ausnahmen, als überwiegend gut angegeben. An dem Konjunktur-Barometer für das erste Halbjahr 2017 beteiligten sich ruhrgebietsweit 55 Metall- und Elektrobetriebe und 235 branchenübergreifende Unternehmen, darunter auch Mitglieder des Essener Unternehmensverbandes (EUV).

Gute Umsätze – Befriedigende Auftragslage

„Den meisten Unternehmen in Essen und dem Ruhrgebiet geht es gut“, stellt Dr. Henner Puppel, Vorsitzender des Essener Unternehmensverbandes, fest. „Sie sind im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich besser in das neue Geschäftsjahr gestartet.“ Ruhrgebietsweit meldeten in der Gesamtwirtschaft 88 Prozent der befragten Unternehmen eine befriedigende bzw. gute Geschäftslage (vor einem Jahr 74 %). Dies ist der höchste Stand seit Beginn der Umfrage im Jahr 2002. Zudem erzielten 81 Prozent gleichbleibend gute bzw. bessere Umsätze (Vorjahr 62 %). „Diesen Trend können wir in Essen bestätigen. Die Produkte und Dienstleistungen unserer Unternehmen sind weiterhin gut nachgefragt. Und der stetige Auftragseingang sorgt für gute Umsätze und wird durch Innovationsbemühungen reinvestiert“, sagt Puppel. Positiv sei auch, dass die traditionell hinterher hinkende Metall- und Elektroindustrie diesem Beispiel folgt und insgesamt Boden gut mache. „Die verhaltenen Zahlen aus dem vergangenen Jahr hatten wenig Gutes ahnen lassen, das sich, Stand heute, zum Glück nicht bestätigen lässt. Die Talfahrt scheint vorerst gestoppt zu sein“, so Puppel weiter. Beispielhaft für den Aufholprozess der M+E-Betriebe ist der Anstieg der Positivmeldungen bei der Geschäftslage von 53 auf 75 Prozent innerhalb eines Jahres. Ähnliches gilt für die Auftrags- und Umsatzzahlen. Auch die Erträge haben sich verbessert, jedoch mit weniger Positivanteil (67 %).

Beschäftigungslage

Diese vermehrt positive Stimmung spiegelt sich auch in den Beschäftigungszahlen wieder: Viele Essener Unternehmen stellen neue Mitarbeiter ein und wollen auch in der zweiten Jahreshälfte wachsen. Puppel verweist auch auf die erfreulich wachsende Zahl angebotener Ausbildungsplätze in der Gesamtwirtschaft. So wollen ein Drittel der befragten Essener Unternehmen im Folgejahr mehr Auszubildende einstellen: „Langfristig ist eine positive Geschäfts- und Wirtschaftslage die Ausgangsbasis für steigende Ausbildungsbemühungen unser Mitgliedsunternehmen. Wir freuen uns über jeden Betrieb, der jetzt mehr Auszubildende einstellt, als im vergangenen Jahr. Dies ist der einzige Weg, um dem Fachkräftemangel in Zukunft vorzubeugen.“ Bei den Metall- und Elektrobetrieben ist die Tendenz eher verhalten. Aufgrund der vermehrten Branchenunsicherheiten sind nicht mehr Ausbildungsplätze, aber auch keine Kürzungen, geplant.

Ausblick 2. Halbjahr 2017

Die Unternehmen gehen optimistisch in das zweite Halbjahr 2017. Sowohl die Gesamtwirtschaft, als auch die Metall- und Elektrobetriebe erwarten überwiegend gleichbleibend gute oder sogar bessere Geschäfte sowie steigende Umsätze. Puppel warnt aber vor verfrühter Euphorie: „Hier muss man die weitere Entwicklung, besonders im Hinblick auf die aktuelle geopolitische Entwicklung, in Ruhe abwarten. Angesichts der Spannungen mit der Türkei, der Unsicherheiten des Brexit und der sich wieder verschärfenden Flüchtlingskrise, stehen die Geschäftsbeziehungen unserer Unternehmen vor einigen Herausforderungen. Wir können nur hoffen, dass es sich bei den positiven Erwartungen nicht bloß um ein Zwischenhoch handelt“, resümiert Puppel.

 

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