Gute Geschäftsentwicklung verleiht EUV Rückenwind

07.06.2018 Vorstand Dr. Henner Puppel: „Positive Entwicklung bestätigt, dass die Mitgliedschaft im EUV für Unternehmen hoch attraktiv ist und nicht zuletzt Resultat einer sehr guten arbeitsrechtlichen Dienstleistung.“

Essen. Gestern fand die jährliche Mitgliederversammlung des Essener Unternehmensverbandes (EUV) in der Philharmonie statt. Dr. Henner Puppel, Vorsitzender des EUV, konnte den anwesenden Unternehmensvertretern beim Rückblick auf das vergangene Geschäftsjahr gute Ergebnisse präsentieren. „Die geleistete Arbeit unseres Verbandes macht sich bezahlt. Steigende Mitgliederzahlen und die positiven Rückmeldungen unserer Firmen sprechen für sich“, erklärte Puppel. In 2017 hat der EUV 42 neue Unternehmen hinzugewonnen. Seit Beginn dieses Jahres kamen noch einmal 17 hinzu. Dem stehen 15 bzw. 4 Kündigungen gegenüber. Auch die Entwicklung der durch den EUV vertretenen Beschäftigtenzahl in den Mitgliedsunternehmen ist in den letzten elf Jahren von rund 21.000 Beschäftigten auf 94.779 Beschäftigte gestiegen. „Unser Verband vereint kleine und mittelständische Unternehmen sowie Global Player aus Essen, der Ruhr-Region und darüber hinaus unter einem Dach. Die Firmen, die unsere arbeitsrechtliche Expertise in Anspruch nehmen, stammen aus über 30 Branchen“, berichtet Puppel.

Gute Konjunktur – weniger betriebsbedingte Entlassungen
Der Verband beriet in 2017 zu 2.545 gerichtlichen und außergerichtlichen Fällen und vertrat seine Mitglieder vor Gericht. Dabei ist die Zahl der Gerichtsprozesse im Vergleich zum Vorjahr um 23 Prozent gesunken, die der außergerichtlichen Beratungen um diesen Anteil gestiegen. „Diese Entwicklung ist Folge der guten Konjunkturlage – gepaart mit dem anhaltenden Fachkräftemangel entlassen die Firmen weniger, suchen aber verstärkt die Expertise der Verbandsanwälte bei Personalprojekten“, gibt Puppel Einblicke in die tägliche Praxis.

Vorstand und Beirat stehen für Kontinuität
Bei der turnusmäßigen Wahl von Vorstand und Beirat bewies der EUV Kontinuität. So wurden Dipl.-Oec. Hans-Peter Breker, Geschäftsführer der ThyssenKrupp Technologies Beteiligungen, Dr. Claus Rettig, Vorsitzender der Geschäftsführung Evonik Resource Efficiency, Manfred Sieger, Leiter der Niederlassung Ruhr Siemens, Michael Marhofer, Vorsitzender der ifm-Geschäftsleitung, Klaus Dieter Braun, Geschäftsführer BildungsCentrum der Wirtschaft, und Dr. Alexander Colsman, Geschäftsführender Gesellschafter Gebrüder Colsman im Vorstand bestätigt. Auch der Beirat wurde von der Mitgliederversammlung komplett wiedergewählt. Eine Übersicht der Beiratsmitglieder finden Sie hier.

Dr. Henner Puppel: Rekordverdächtig
Als Vorsitzender wurde Dr. Henner Puppel, ehem. Vorstandssprecher der NATIONAL-BANK, wiedergewählt und bricht damit gleich zwei Rekorde: Seit bereits 18 Jahren ist er nun Vorsitzender des EUV – in seiner nun siebten Amtsperiode. Nicht nur in der Liste der Vorstandsvorsitzenden des EUV, sondern auch NRW-weit ist er damit der Verbandsvorsitzende mit der längsten Amtszeit.

Sigmar Gabriel: Europa vor einer Wegscheide
Im Anschluss an die Mitgliederversammlung fand das traditionelle Spargelessen des EUV im RWE-Pavillon statt – mit 230 Mitgliedsvertretern und geladenen Gästen aus Politik und Wirtschaft. Die Dinner-Speech hielt Sigmar Gabriel, Bundesminister a.D. Der Politiker und Lehrbeauftragte der Universitäten Bonn und Harvard sprach über die Zukunftsaussichten der EU und ihre Chancen, wieder ein Global Player zu werden. Gabriel benannte mögliche Rettungsstrategien und zeigte Worst-Case-Szenarien auf, die bei einem drohenden Zerfall der EU auf Deutschland zukämen. Er forderte u.a., die EU dürfe nicht länger Zaungast der Weltpolitik sein, sondern müsse die Veränderung nutzen und ihre Position stärken. Deutschland müsse selbstständiger werden und seine Standpunkte konsequenter vertreten – auch gegenüber Washington. Auch die internationalen Spannungen mit Russland machte er zum Thema und konstatierte, dass es Sicherheit und Stabilität nur mit und nicht gegen dieses Land geben würde. Die Sanktionen würden unsere wirtschaftlichen Interessen existenziell gefährden.

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