EUV unterstützt NRW-Pläne für sozialen Arbeitsmarkt in Essen

04.08.2017 Privatwirtschaft sollte einbezogen werden

Essen. Der Essener Unternehmensverband unterstützt die aktuellen Pläne des NRW-Arbeitsministers Josef Laumann zur Neuausrichtung für das Projekt „sozialer Arbeitsmarkt“ in Essen, mit dem Langzeitarbeitslose langfristig in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden sollen. Jetzt ist die Stadt gefordert entsprechende Konzept-Verbesserungen vorzunehmen und sich die bereitgestellten finanziellen Mitteln zu sichern.

Wichtig sei bei der Modifizierung des Konzeptes, erklärt EUV-Hauptgeschäftsführer Ulrich Kanders, den Übergang der Langzeitarbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt stärker in den Fokus zu nehmen. Hierbei sollte es das Ziel sein, die Beschäftigung der Langzeitarbeitslosen stärker bei den privatwirtschaftlichen Arbeitgebern zu fördern. „Wir unterstützen dieses Vorgehen ausdrücklich. Denn nur die Investition in den ersten Arbeitsmarkt wird einen nachhaltigen Erfolg mit sich bringen“, macht Kanders deutlich. Allen Beteiligten dürfte klar sein, dass der langfristige soziale Arbeitsmarkt kein Allheilmittel und die Nachhaltigkeit höchst fraglich ist, erklärt Kanders: „Jahrzehntelang sind Millionen von Beträgen in den sozialen Arbeitsmarkt gepumpt worden, die Langzeitarbeitslosigkeit ist trotzdem kontinuierlich gestiegen. Von daher unterstützt der EUV eine zielgerichtete Förderung von Langzeitarbeitslosen im ersten Arbeitsmarkt, wie es die neue Schwerpunktsetzung durch das Arbeitsministerium vorsieht. Es ist besser, Arbeitsplätze mit Teiltransferleistungen auf dem ersten Arbeitsmarkt zu gewinnen, als weiterhin Langzeitarbeitslosigkeit nach geförderten Maßnahmen im sozialen Arbeitsmarkt zu bezahlen.“ Der Essener Unternehmensverband hält es nach wie vor für aussichtsreich, auch in Essen Arbeitsplätze mit einfachsten Tätigkeiten für Langzeitarbeitslose ohne berufliche Qualifikation zu etablieren, wenn diese – zumindest vorübergehend – mit Teiltransferleistungen begleitet werden. Dieser Personenkreis hätte ansonsten kaum eine reelle Chance in den ersten Arbeitsmarkt zu münden.

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