EUV: Essen muss Diesel-Fonds des Bundes sinnvoll nutzen, um Fahrverbote zu vermeiden

29.11.2017 Kanders: „Für viele Betriebe wäre das Verbot von Diesel-fahrzeugen existenzgefährdend."

Essen. Die Auswirkungen eines noch immer drohenden Dieselfahrverbots für die regionale Wirtschaft wären laut Essener Unternehmensverband (EUV) dramatisch und teilweise sogar existenzgefährdend. Vor diesem Hintergrund appelliert der Verband nun an die Stadtspitze, die gestern von der Bundesregierung zugesagten Soforthilfen für die Kommunen sinnvoll und zielführend zu nutzen. Eine Verbesserung des ÖPNV, Nachrüstungen von Dieselbussen sowie eine Elektrifizierung von städtischen Busflotten könnten die Stickoxid-Grenzwerte deutlich senken und so das über den ansässigen Betrieben schwebende Diesel-Fahrverbot verhindern. „Produzierende Unternehmen aus Essen sind auf die Nutzung ihrer Dieselfahrzeuge gerade auch im innerstädtischen Bereich angewiesen – so zum Beispiel auf der B224, die quer durch die Stadt führt. Auch Zulieferer müssen Güter zu den weiterverarbeitenden Firmen transportieren, damit diese produzieren können“, mahnt Ulrich Kanders, EUV-Hauptgeschäftsführer.

Ein generelles Dieselverbot würde für alle Unternehmen teuer. Die Software-Nachrüstung oder die Neuanschaffung von Fahrzeugen kostet Zeit und vor allem Geld. „Die Diskussion über ein Fahrverbot von Dieselmotoren der Klasse Euro-5 und darunter beschäftigt unsere Mitgliedsunternehmen aktuell stark. Denn nicht nur das Gewerbe ist betroffen. Zahlreiche Firmen unterhalten Dienstwagenflotten, die meist mit Dieselmotoren ausgestattet sind. Die Unternehmen wären gezwungen, kurzfristig zu investieren. Das Geld sitzt aber gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen nicht so locker und stellt sie vor ernsthafte Herausforderungen“, weiß Ulrich Kanders, EUV-Hauptgeschäftsführer.

Essen gehört neben Düsseldorf zu den Städten mit besonders hohen Stickoxid-Werten. Deshalb sei die Stadt Essen nun umso mehr gefordert, kurzfristig die Lösungen ihres Masterplans umzusetzen. „Es muss alles dafür getan werden, um Fahrverbote zu vermeiden oder zumindest so gering wie möglich zu halten. Bestehende Investitionsstaus müssen schnell und unbürokratisch aufgelöst werden, damit die regionale Wirtschaft nicht letztendlich für die Versäumnisse der vergangenen Jahre geradestehen muss“, fordert Kanders abschließend.

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