EUV: Diesel-Fahrverbot wäre verheerend für Essener Wirtschaft

28.02.2018 Verband appelliert an Stadtspitze, die Interessen von Wirtschaft und Bürgern im Blick zu behalten

Essen. Die Auswirkungen eines Dieselfahrverbots wären laut Essener Unternehmensverband (EUV) dramatisch und teilweise existenzgefährdend für die regionale Wirtschaft. Der EUV drängt deshalb auf ein besonnenes Vorgehen im Hinblick auf die nächsten Schritte: „Eine Verringerung der Stickoxidwerte in Essen ist in unser aller Interesse. Der Gesundheitsschutz darf aber nicht zu Lasten der hiesigen Firmen mit der Brechstange erkämpft werden. Wir müssen konkrete Lösungen erarbeiten, die allen Interessen gerecht werden“, fordert Ulrich Kanders, EUV-Hauptgeschäftsführer. Das Essener Stadtgebiet erlaube es gar nicht, Dieselflotten komplett zu verbannen. Viele Mittelständler säßen in Zentrumsnähe und produzierende Unternehmen seien auf die Nutzung ihrer Dieselfahrzeuge im innerstädtischen Bereich angewiesen – so zum Beispiel auf der B224. Auch Zulieferer müssten Güter zu den weiterverarbeitenden Firmen transportieren, damit diese produzieren können. „Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zwingt die Städte nun zwar zu konkreten Lösungen. Ad-hoc-Entscheide dienen aber niemandem. Wir appellieren deshalb an die Stadtspitze, bei der Umsetzung ihres Masterplans die Interessen von Wirtschaft und Bürgern im Blick zu behalten“, so Kanders. Ein Ausbau des ÖPNV, Nachrüstungen von Dieselbussen, die Elektrifizierung von städtischen Busflotten und ein intelligentes Verkehrsmanagement wären für alle Betroffenen dienliche Maßnahmen.

Fahrverbot: Immenser wirtschaftlicher Schaden
Ein generelles Dieselverbot würde für alle Unternehmen teuer. Die Software-Nachrüstung oder die Neuanschaffung von Fahrzeugen kostet Zeit und vor allem Geld. „Die Diskussion über ein Fahrverbot von Dieselmotoren der Klasse Euro-5 und darunter beschäftigt unsere Mitgliedsunternehmen nach dem gestrigen Urteil mehr denn je. Und nicht nur das Gewerbe ist betroffen. Auch zahlreiche Industrieunternehmen unterhalten Dienstwagenflotten, die meist mit Dieselmotoren ausgestattet sind. Die Unternehmen wären gezwungen, kurzfristig zu investieren. Das Geld sitzt aber gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen nicht so locker und stellt sie vor ernsthafte Herausforderungen“, meint Kanders. „Es muss deshalb alles dafür getan werden, um Fahrverbote komplett zu vermeiden oder so gering wie möglich zu halten. Es kann nicht sein, dass die regionale Wirtschaft für die Versäumnisse der vergangenen Jahre geradestehen muss“, fordert Kanders abschließend.

Seminare & Workshops

Termine

Juni 2018
Mo Di Mi Do Fr Sa So
  01 02 03
04 05
06
07 08 09 10
11
12 13
14
15 16 17
18
19 20 21 22 23 24
26 27 28 29 30  
Mittwoch, 06. Juni 2018
Montag, 11. Juni 2018
09:30 - Betriebliches Eingliederungsmanagement
Die Seminarteilnehmer lernen erfolgreich die Umsetzung des betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) kennen. Dieses Personalarbeitsinstrument hat das Ziel, die Arbeitsunfähigke...
Donnerstag, 14. Juni 2018
13:00 - IT & Mitbestimmung
Nicht nur die Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung gibt Anlass, das Verhältnis zwischen den aktuellen und kommenden IT-Prozessen in den Unternehmen, den IT-spezifischen rechtli...
Montag, 18. Juni 2018
09:00 - Wirtschaftspolitische Studienwoche (18.06. - 22.06.2018)
Wie in den letzten Jahren führen wir zusammen mit der Akademie Biggesee in Attendorn/Neu-Listernohl und in Kooperation mit unseren Nachbarverbänden in Bochum, Dortmund, Duisburg un...

Nächste Veranstaltung

05. Juli 2018 | 09:30 Uhr - Tarifverträge METALL NRW IV: Tarifliche Altersteilzeit
Die Teilnehmer lernen neben den gesetzlichen Rahmenbedingungen der Altersteilzeit die tariflichen Regelungen zur Altersteilzeit der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindus...

Ansprechpartner

Ansprechpartner: