EUV: Berlin darf das Ruhrgebiet nicht aus den Augen verlieren

13.09.2017 Dr. Puppel: „Unsere Probleme sind deutlich größer als die des Bundesdurchschnitts."

Essen. Anderthalb Wochen vor der Bundestagswahl verweist der Essener Unternehmensverband (EUV) noch einmal auf die größten Problemfelder der Metropoleruhr und appelliert an die zukünftige Regierung in Berlin, die Region nicht aus den Augen zu verlieren. „Bei Arbeitslosenquote und Haushaltsverschuldung sind die Städte des Ruhrgebiets absolute Spitzenreiter. Das sind die Kategorien, in denen man nicht ganz oben auf dem Treppchen stehen möchte“, weiß Dr. Henner Puppel, Vorsitzender des EUV. Bei der Verkehrsinfrastruktur sehe es nicht anders aus und auch der ÖPNV hinke qualitativ massiv hinterher. „Da wir nicht alle Probleme alleine schultern können, ist die Unterstützung vom Bund enorm wichtig“, mahnt der Verbandsvorsitzende.

Gerade für das Ruhrgebiet als Kernland der Industrie sei es existenziell, Straßen und Brücken schnellstmöglich zu sanieren. Auch die hohen Gewerbesteuersätze würden zum Standortnachteil beitragen. Unternehmen siedelten sich deshalb vermehrt in Regionen außerhalb des Ruhrgebiets an, in denen die Kommunen nicht auf diese Einnahmequellen angewiesen seien, so Dr. Puppel.

„Die Industrie ist das Herzstück unserer Volkswirtschaft. Sie ist der Motor für Wachstum und Beschäftigung auch in anderen Wirtschaftsbereichen. Die Erfolge der heimischen Industrie sind aber kein Selbstläufer“, Dr. Puppel weiter. Der Verband fordert deshalb nachdrücklich, dass im Endspurt des Wahlkampfes das Ruhrgebiet nicht aus den Augen verloren und bei möglichen Koalitionsverhandlungen nach dem 24. September eine bedeutende Rolle spielen wird.

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