Dieselfahrverbot wäre für Essener Wirtschaft fatal

05.09.2017 Kanders: „Für viele Betriebe wäre das Verbot von Dieselfahrzeugen existenzgefährdend."

Essen. Die Auswirkungen eines Dieselfahrverbots für die regionale Wirtschaft wären laut Essener Unternehmensverband (EUV) dramatisch und teilweise sogar existenzgefährdend. Produzierende Unternehmen aus Essen sind auf die Nutzung ihrer Dieselfahrzeuge gerade auch im innerstädtischen Bereich angewiesen – so zum Beispiel auf der B224, die quer durch die Stadt führt. Auch Zulieferer müssen Güter zu den weiterverarbeitenden Betrieben transportieren, damit die ansässigen Unternehmen produzieren können.

Ein generelles Dieselverbot würde für alle Unternehmen teuer. Die Software-Nachrüstung oder die Neuanschaffung von Fahrzeugen kostet Zeit und vor allem Geld. „Die Diskussion über ein Fahrverbot von Dieselmotoren der Klasse Euro-5 und darunter beschäftigt unsere Mitgliedsunternehmen aktuell stark. Denn nicht nur das Gewerbe ist betroffen. Zahlreiche Firmen unterhalten Dienstwagenflotten, die meist mit Dieselmotoren ausgestattet sind. Die Unternehmen wären gezwungen, kurzfristig zu investieren. Das Geld sitzt aber gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen nicht so locker und stellt sie vor ernsthafte Herausforderungen“, weiß Ulrich Kanders, EUV-Hauptgeschäftsführer.

Das größte Problem sieht er aber in der kurzfristigen Umstellung. Unternehmen aus allen Branchen werden nicht alle Autos von heute auf morgen austauschen oder wenigstens umrüsten können. Als Alternative hält Kanders auf lange Sicht Elektro-Lieferfahrzeuge für sinnvoll. „Für eine moderne und umweltfreundliche Logistik in Innenstädten muss dann aber auch die entsprechende Infrastruktur mit Ladestationen sichergestellt werden“, sagt Kanders mit Blick in die Zukunft. „Für die Übergangszeit brauchen wir aber noch die Dieselfahrzeuge als Brückentechnologie und auch mit Blick auf die CO2-Belastung, die bei Benzinern deutlich höher ist.“

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