24-Stunden-Warnstreiks: ein teures und überflüssiges Machtspiel.

30.01.2018 EUV: „Umsatzausfälle in den bestreikten Betrieben in Millionenhöhe. Klagen folgen!“

Essen. Sollte es ab heute Abend zu den von der IG Metall angekündigten Tagesstreiks in 250 M+E-Betrieben, davon 70 in NRW, kommen, rechnet der Essener Unternehmensverband (EUV) mit Klagen seiner Mitgliedsunternehmen gegen die rechtwidrigen Arbeitsniederlegungen. „Die Arbeitgeber sind der Gewerkschaft in den jüngsten Verhandlungen in fast allen Punkten entgegengekommen. Dieser genügt es aber offensichtlich nicht, für vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf eine 28-Stunden-Woche für zwei Jahre durchzusetzen. Vielmehr sollen Beschäftigte dafür von ihrem Betrieb auch noch einen Lohnzuschuss erhalten. Dies ist geradezu paradox und nicht mit vernünftigem Sachverstand zu begreifen“, mahnt Ulrich Kanders, EUV-Hauptgeschäftsführer. „Man muss sich stets vor Augen führen: Die Beschäftigten in der M+E-Branche haben eine 35-Stunden-Woche und verdienen durchschnittlich über 56.000 Euro im Jahr. Jetzt soll auch noch für nicht geleistete Arbeit Geld gezahlt werden“, wundert sich Kanders. „Offenbar möchte die IG Metall den Tarifstreit unbedingt mit schon lange geplanten und verantwortungslosen Tagesstreiks eskalieren lassen. Die drohenden Produktionsausfälle schaden den Betrieben sowie Belegschaften und zerstören Kundenbeziehungen. Sollte heute ab 22.00 Uhr gestreikt werden, bedeutet dies für die Betriebe Umsatzausfälle in Millionenhöhe“, weiß Kanders und kündigt gleichzeitig an: „Beharrt die IG Metall weiter auf ihren Forderungen, folgen noch in dieser Woche Klagen auf Schadenersatz gegen die IG Metall. Wir vertreten unsere Mitglieder, die zudem im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes gegen Tagesstreiks in ihren Betrieben vorgehen wollen“, versichert Kanders mit Blick auf seine Essener Firmen. Auch hier sind Tagesstreiks, u.a. für die Nachtschicht am Mittwoch, angekündigt.

Erosion des Flächentarifs drohtKanders bezeichnet die laufende Tarifrunde als mitentscheidend für die Zukunftsfähigkeit des Flächentarifs in Deutschlands bedeutendstem Industriezweig. Wenn die Unternehmen das Gefühl hätten, dass der Flächentarifvertrag die Arbeit weiter verteuere, gleichzeitig aber die Arbeitszeitgestaltung erheblich einschränke, sei die Gefahr hoch, dass viele Betriebe, auch hier in Essen, der Tarifbindung endgültig den Rücken kehren. „Dies kommt einer Erosion des Flächentarifs gleich und kann auch nicht im Interesse der IG Metall sein“, warnt Kanders mit Nachdruck.

Seminare & Workshops

Termine

Mai 2018
Mo Di Mi Do Fr Sa So
  01 02 03 04 05 06
07 08 09 10 11 12 13
14
15 16
17
18 19 20
21 22 23 25 26 27
28 29 30 31  
Montag, 14. Mai 2018
09:00 - Wirtschaftspolitische Studienwoche 2018 (14.05. - 18.05.2018)
Wie in den letzten Jahren führen wir zusammen mit der Akademie Biggesee in Attendorn/Neu-Listernohl und in Kooperation mit unseren Nachbarverbänden in Bochum, Dortmund, Duisburg un...
Donnerstag, 17. Mai 2018
13:00 - Flexibler Übergang in die Rente, Altersteilzeit und Arbeitslosengeld
Das „Klassikerseminar“ zur aktuellen Situation und der weiteren Entwicklung der Altersrentenzugänge, der neuen Möglichkeit des Flexirentenbezugs und zu Problemen einer sozialverträ...

Nächste Veranstaltung

06. Juni 2018 | 17:00 Uhr - Traditionelles Spargelessen
6. Juni 2018
ab 17 Uhr
Philharmonie Essen
Huyssenallee 53, 45128 Essen
Sigmar Gabriel, Bundesminister a.D., ist am 6. Juni 2018
11. Juni 2018 | 09:30 Uhr - Betriebliches Eingliederungsmanagement
Die Seminarteilnehmer lernen erfolgreich die Umsetzung des betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) kennen. Dieses Personalarbeitsinstrument hat das Ziel, die Arbeitsunfähigke...
14. Juni 2018 | 13:00 Uhr - IT & Mitbestimmung
Nicht nur die Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung gibt Anlass, das Verhältnis zwischen den aktuellen und kommenden IT-Prozessen in den Unternehmen, den IT-spezifischen rechtli...

Ansprechpartner

Ansprechpartner: